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Erstes Expertenforum „Zukunft Dach“

Die Wohnungspolitik in Deutschland steht vor einer gewaltigen Aufgabe: 350.000 bis 400.000 neue Wohnungen werden dringend benötigt – pro Jahr. Zugleich ist es das erklärte Ziel der Bundesregierung, in Zukunft weniger Flächen für Neubauten zu verbrauchen. Ein Dilemma, zu dessen Lösung Dachaufstockungen und -ausbauten maßgeblich beitragen können. Für Wohnungswirtschaft und Dachhandwerk eröffnen sich durch die Millionen potenzieller Dachwohnungen große Chancen. In der Praxis stehen ihnen jedoch zahlreiche Hemmnisse und Risiken gegenüber.

Vor diesem Hintergrund haben der BFW Landesverband Berlin/Brandenburg e. V. und die Landesinnung des Dachdeckerhandwerks Berlin Ende Januar das erste Expertenforum „Zukunft Dach“ veranstaltet. Über 80 Dachhandwerker, Bauträger, Führungskräfte der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie Architekten trafen sich im Congress Center am Alexanderplatz mit Vertretern der Politik und Kommunalverwaltung. Die Intention der Organisatoren war ein intensiver Dialog derjenigen Parteien in Gang zu setzen, die an den Themen Dachausbau und Dachaufstockung beteiligt sind. Ideengeber der Tagung war Roto Dach- und Solartechnologie.


Potenziale von Dachausbau und Dachaufstockung liegen brach

In ganz Deutschland wird aufgrund des hohen Planungsaufwands und der unabsehbaren Genehmigungsdauer nur ein Bruchteil der Potenziale von Dachaufstockungen und -ausbauten genutzt. Kurt Nelius, Referatsleiter der Berliner Stadtentwicklungsplanung, beschrieb dieses bundesweite Problem am lokalen Beispiel. „Das realisierbare Aufstockungspotenzial in Berlin liegt bei 1.000 Wohnungen pro Jahr“, betonte er. „Insgesamt könnten in Berlin 55.000 Wohnungen aufgestockt werden. Das heißt, bis das Potenzial ausgeschöpft wäre, würde es 55 Jahre dauern. Ohne die Unterstützung der Politik sehen wir aktuell keine Möglichkeit, diesen Prozess zu beschleunigen.“


Hemmnisse überwinden und Chancen nutzen
Neben dem Expertenwissen, das in zahlreichen Vorträgen präsentiert wurde, profitierten die Teilnehmer des Kongresses von der Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und miteinander ins Gespräch zu kommen. In einem Punkt waren sich die Anwesenden einig: Dachaufstockung und Dachausbau bieten interessante Perspektiven, doch lauern aktuell noch zu viele Probleme im Detail. Sei es im Hinblick auf den Brandschutz, die Einhaltung von Abstandsflächen oder die wirtschaftlichen Erfordernisse, Dachausbauten mit Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen zu koppeln.

„Wir sehen uns mit einer Schnittstellenproblematik zwischen Handwerk und Bauträgern konfrontiert“, beschrieb Josef Rühle, Technischer Geschäftsführer beim Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks, die Lage. „Im Bereich Dachausbau und Dachaufstockung sind so viele Normen und Richtlinien zu beachten, dass sich nur absolute Experten damit wirklich auskennen. Was unsere Branche dringend braucht, ist eine Vereinfachung der Vorschriften“, so Josef Rühles Appell.

„Der Bedarf an Wohnraum in Deutschland steigt kontinuierlich an und die Zahl der Fertigstellungen erreicht derzeit nicht ansatzweise die notwendigen Größenordnungen“, betonte Susanne Klabe, Geschäftsführerin des BFW Landesverbands Berlin/Brandenburg. „Das Expertenforum hat deutlich gemacht, dass der Dachgeschossausbau ein Weg sein kann, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Jedoch kann dies nur im lösungsorientierten Schulterschluss zwischen Immobilienwirtschaft, Bauindustrie und den Bezirken gelingen“, so Susanne Klabe.

Um die als Kostentreiber wirkenden rechtlichen Hemmnisse zu verringern, ist politische Unterstützung gefragt. Es gilt, die Themen Dachaufstockung und -aufbau durch den intensiven Austausch zwischen Dachhandwerk und Wohnungswirtschaft sowie durch die verstärkte Zusammenarbeit mit den Kommunen voranzutreiben. Daher wird das Expertenforum „Zukunft Dach“, das bei seiner Premiere in Berlin großen Anklang gefunden hat, 2017 in Städten wie Hamburg, Düsseldorf oder München fortgesetzt. „Unser Dank gilt der Firma Roto für die Idee, die Dachdeckerinnung mit dem BFW zusammenzubringen. Wir halten es für sehr sinnvoll, unsere seit Jahrzehnten gesammelten Erfahrungen und die dazu gehörigen geschulten Innungsbetriebe bereits in den anstehenden Planungsphasen an die Bauherren weitergeben zu können“, unterstrich Landesinnungsmeister Jörg-Dieter Mann.